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Der Kampf vom Schmetterling

In schwierigen Lebensphasen stoßen wir oft an unsere Grenzen, da es uns schwerfällt, eine objektive Perspektive einzunehmen. Unsere Emotionen kontrollieren uns und unsere Sicht auf die Dinge wird getrübt. Doch für solche Momente habe ich für mich eine wunderbare Methode gefunden, meine klare Sichtweise zurück zu gewinnen.


Wenn Menschen weise Geschichten erzählen, werde ich wie von Geisterhand angezogen. Als wolle man mir gratis einen Schatz an Weisheit und Erkenntnissen überreichen.


Wenn ich mich in schwierigen Situationen befinde, höre ich aufmerksam zu und finde dann in solchen Geschichten oft verblüffende Ähnlichkeiten zu meiner eigenen Lage. Es ist, als ob mir diese Geschichten einen Spiegel vorhalten und meine Gefühle und Ängste reflektieren.


Indem ich mein eigenes Drama in die Kulisse einer erzählten Geschichte stecke, verwandelt es sich in eine Form, die leichter zu greifen ist. Plötzlich sehe ich die Situation nicht mehr nur aus meiner emotionalen Perspektive, sondern betrachte sie wie ein außenstehender Freund, der mir Ratschläge gibt.


Passend dazu, möchte ich dir eine kurze Geschichte mitgeben, die mir oft half, wenn ich mich mal wider nach einer Abkürzung sehnte:


Ein junger Mann entdeckt einen Kokon mit einem Schmetterling darin. Er beobachtet, wie der dieser um Hilfe zu kämpfen scheint, um aus dem engen Kokon herauszukommen. Nach einer Weile beschließt der junge Mann, dem Schmetterling zu helfen, und öffnet vorsichtig den Kokon, um ihm den Weg zu erleichtern.


Doch als der Schmetterling herauskommt, merkt der Mann, dass seine Flügel zusammengedrückt und geschwächt sind. Der Schmetterling kann nicht fliegen und bleibt am Boden liegen.


Betrübt über das Ergebnis seiner Bemühungen fragt der junge Mann einen Weisen um Rat. Dieser lächelt sanft und erklärt: "Du hast das Wesen der Verwandlung nicht verstanden. Der Kampf des Schmetterlings, sich aus dem engen Kokon zu befreien, ist entscheidend für seine Entwicklung. Ohne diesen Kampf, werden seine Flügel nie stark genug sein, um ihn zu tragen."




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